Auch VW-Nutzfahrzeuge 2017 mit Bestwerten – jedes Modell soll elektrisch werden

VW Nutzfahrzeuge jedes Auto soll elektrisch werden
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Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis so hoch wie nie zuvor und die Elektromobilitäts-Offensive erfolgreich gestartet, so die Kurzbilanz der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen (VWN) für das vergangene Jahr. Es läuft also bestens beim VW-Konzern, trotz Abgas- und Dieselskandal.

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat im Geschäftsjahr 2017 Bestwerte bei Umsatz, Ergebnis und Rendite erzielt und bleibt auch im laufenden Jahr auf der Erfolgsspur, so VW in einer Mitteilung. Zudem treibt VWN wie schon die Pkw-Sparte seine strategische Rolle auf den Zukunftsfeldern Elektromobilität, Digitalisierung und mobile Online-Dienste kraftvoll voran, entwickelt neue Kundenangebote und erschließt neue Märkte.

Der Wandel im Konzern wird auch nach außen immer erkennbarer, zum Beispiel durch den Markteintritt des Elektro-Lieferwagens e-Crafter oder durch die Projektinitiative „Urbane Logistik“, in der VWN zusammen mit der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und universitären Forschungseinrichtungen modellhafte Studien durchführt und aktiv die Ausrichtung zukünftiger urbaner Mobilität mitgestaltet. VW sei klar, dass der innerstädtische Dienstleistungs- und Warenverkehr konsequent elektrisch werden muss, um nachhaltig zu wirken.

„Zusammen mit unseren Kunden treiben wir die Elektrifizierung bestimmter Nutzfahrzeugtypen für die Städte voran. Aber nicht jeder Einsatzzweck lässt sich mit e-Antrieben ausführen. Überlandfahrten mit hoher Laufleistung, Anhängerbetrieb mit hohen Lasten, unwegsames Gelände wie Baustellen oder Forst, Einsatz- und Rettungsdienste – hier sind weiterhin modernste Dieselmotoren gefordert und unverzichtbar.“ – Dr. Eckhard Scholz, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge

Von einer Marktdurchdringung mit alternativen Antrieben sei man insgesamt noch genauso weit entfernt, wie sich politische, regulatorische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen weiter verzögerten. E-Fahrzeuge müssten klimaneutral sein. „Allein wenn die fast eine Million Handwerksbetriebe in Deutschland ihre Fuhrparks elektrifizieren, wird der dafür benötigte Strom dann aus grünen Quellen stammen?“ fragte Scholz. Hier stehe die Energiewende noch vor gewaltigen Herausforderungen.

Jedes Modell mit E-Variante

Insgesamt blickte Scholz optimistisch nach vorn: Jede neue Modellgeneration von Volkswagen Nutzfahrzeuge werde eine Variante mit e-Antrieb erhalten. Und steigende Auftragseingänge in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld würden darauf hinweisen, dass Volkswagen Nutzfahrzeuge  im laufenden Geschäftsjahr 2018 noch erfolgreicher unterwegs sein wird als im Jahr 2017.

Den Streetscooter der Deutschen Post betrachtet Scholz dabei als „Ansporn“. Den elektrischen Lieferwagen für seine Paketzusteller und Drittkunden baut die Post schon seit geraumer Zeit selbst.

Quelle: VW – Pressemeldung vom 06.03.2018 // Manager Magazin – Streetscooter spornt VW zu mehr E-Transportern an

3 Kommentare

  1. ..typischer Kommentar eines ewig gestrigen = “technischer Reaktionär” mit Angst (Innovationsphobie)

    1. ..”Handwerkbetriebe”..: Gerade Handwerker sind in der Lage ihren Strom selbst zu erzeugen, grün und autonom zu werden. Ein Mal innovativ investiert und für gut 30 Jahre unabhängig und mit echter Kostenersparnis

    2. Landwirtschaft: Gerade in der Landwirtschaft ist die E-Mobilität mit gewaltigem Kostenvorteil und bereits heute mit extrem hoher Digitalisierung auf dem extrem schnellen Weg in die Zukunft. Die meisten haben längst die grüne Energie auf den Stalldächern, Bio-Gas (jetzt mit Verstromung) und Windräder werden auch häufiger.

    3. Anhängerbetrieb: Die Zukunft gehört Anhängern mit Leiterrahmen und Batteriekapazitäten für das Zugfahrzeug, das über Bi-Direktionales Laden versorgt wird – ohne anzuhalten!!!

    Wer in verantwortlicher Position eines der bedeutensten Marktakteure solchen Schwachsinn von sich gibt, gehört entlassen wegen nachgewiesener Inkompetenz, statt Bonizahlungen zu kassieren, die in den Elektro-Neufahrzeugen eingepreist sind.

  2. ..und hier noch ein Betthupferl für den reaktionären Nutzfahrzeugvorstand von VW:

    Flixbus setzt auf E-Busse im Fernverkehr – Test läuft: Natürlich mit chinesischer Ware. Dank der deutschen VDA-Innovationsfreude.

    hier noch den Auszug aus dem Newsletter von elektro-auto-news (die der wohl nicht abonniert hat!):

    “Insgesamt drei Busse werden von Flixbus für dieses Testprojekt eingesetzt. Zwei der Busse kommen auf der französischen Strecke zum Einsatz, ein weiterer auf der deutschen Strecke. In der Anschaffung sind die E-Busse etwa doppelt so teuer wie aktuelle Diesel-Modelle. Somit dürfte man bei rund 700.000 Euro Anschaffungspreis pro Bus liegen. Zum Einsatz sollen E-Busse der chinesischen Marken Yutong und BYD kommen. Deutsche Modelle können laut Flixbus nicht verwendet werden, da diese „in der technologischen Entwicklung noch nicht für den Betrieb im Fernbus-Verkehr geeignet“ sind.”

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