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Daimler-Tochter Accumotive hat bis heute mehr als 200.000 Batterien produziert und baut Standort Kamenz weiter aus

(v.l.n.r.): Ola Källenius, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung, Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen, Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars
Daimler AG
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Im Mai 2017 fand die Grundsteinlegung, bei der Daimler-Tochter ACCUMOTIVE in Kamenz, für eine der größten und modernsten Batteriefabriken der Welt, statt. Die Daimler AG setzt mit dieser neue Maßstäbe in der internationalen Automobilindustrie und geht den nächsten Schritt in der Elektrooffensive.

Des weiteren richtet Daimler auch seinen Bereich Forschung und Entwicklung neu aus. Die Batterieentwicklungsbereiche der Daimler AG und der hundertprozentigen Tochter „Deutsche Accumotive GmbH und Co. KG“ werden zu einem zentralen Kompetenzzentrum zusammengelegt. Die Neuausrichtung hat zur Folge, dass diese Entwicklungsumfänge auf das zentrale Kompetenzzentrum übertragen und insgesamt rund 300 Mitarbeiter am Standort Stuttgart der Daimler AG zugeordnet werden.

Deutsche Accumotive verdoppelt Anzahl der Beschäftigten in 2018

Aber auch im Kamenzer Batteriewerk arbeitet man mit Hochdruck an der divisionsübergreifende Elektro-Offensive. Bis zum Jahresende 2018 werden dort rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Im Vergleich zu den Mitarbeiterzahlen Anfang des Jahres hat somit eine Verdopplung der Zahl der Beschäftigten stattgefunden, was bedeutet, dass man dem eigentlichen Zeitplan rund ein Jahr voraus ist, wie Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, während eines Besuchs des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer in Kamenz zu verstehen gab.

„Was hier in Kamenz in den vergangenen Jahren gewachsen ist und weiter wächst, ist eine wichtige Investition für Europa, für Sachsen und für die Lausitz. Bis Jahresende sollen sich die Arbeitsplätze im modernen Werk für Lithium-Ionen Batterien auf über 1.000 verdoppeln. So entwickelt sich der Technologiestandort weiter zu einem Zentrum der Elektromobilität. Ich danke der Daimler AG für das Vertrauen in den Standort Sachsen mit seinem Know-how, seinen hervorragenden Fachkräften, seiner starken und wirtschaftsnahen Forschung und Entwicklung und dem erfahrenen Zulieferer-Netzwerk gerade auch im Bereich der Elektromobilität.“ – Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Die Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG in Kamenz produziert bereits seit 2012 Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart. Aktuell wird mit einer Investition von 500 Millionen Euro am Standort eine zweite Batteriefabrik errichtet. Es entsteht eine der größten und modernsten Batteriefabriken der Welt. Die Investition von rund einer halben Milliarde Euro stärkt die Region Sachsen spürbar und gibt den Beschäftigten gute Perspektiven in einem Technologiefeld der Zukunft zu arbeiten.

Weiterer Invest in globalen Batterie-Produktionsverbund geplant

Im Zuge der Elektrooffensive erweitert man zudem den globalen Batterie-Produktionsverbund und macht die Werke Sindelfingen und Untertürkheim fit für die Zukunft. Im Sindelfinger Werk entsteht eine neue Batteriefabrik, deren Bauarbeiten in der nächsten Dekade beginnen werden. Das Powertrain-Werk Untertürkheim erhält auch im Werkteil Hedelfingen eine Batteriefabrik, damit vervierfacht sich die ursprünglich geplante Kapazität am Standort.

Im Zuge der Elektro-Offensive investiert Mercedes-Benz Cars zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektroflotte. Bis 2022 wird das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert, so dass die Kunden in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen erhalten. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierten Fahrzeugvarianten im Markt.

Bei einem Besuch im Werk in Kamenz erhielt Michael Kretschmer (2.v.l.), Ministerpräsident Sachsen, Einblicke in die Elektro-Strategie von Mercedes-Benz Cars
Bei einem Besuch im Werk in Kamenz erhielt Michael Kretschmer (2.v.l.), Ministerpräsident Sachsen, Einblicke in die Elektro-Strategie von Mercedes-Benz Cars sowie eine Übersicht in den aktuellen Fortschritt am Standort Kamenz. Dieter Zetsche (l.), Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars zusammen mit Michael Kretschmer und zwei Auszubildenden (r.) vor einer Batterie für den EQC

Davon werden alleine mehr als zehn Modelle reine Elektro-Pkw sein – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. Der erste Mercedes-Benz der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ ist der EQC, der im Frühjahr 2019 im Mercedes-Benz Werk Bremen anlaufen wird und Mitte 2019 auf den Markt kommt. Das Flaggschiff der Elektroauto-Palette von Mercedes-Benz soll ab 2020 der EQS werden. Er entsteht auf einer eigenen neuen Plattform.

„Mit mittlerweile acht Batteriefabriken auf drei Kontinenten sind wir im Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars gut für die Elektromobilität aufgestellt. Seit 2012 produzieren wir in Kamenz Batterien und haben hier wertvolles Know-how aufgebaut. Unsere Mannschaft arbeitet tagtäglich hochmotiviert, um die steigenden Stückzahlen zu bewältigen und gleichzeitig die Anlagen in der neuen Fabrik in Betrieb zu nehmen.“ – Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars

Zweite Batteriefabrik in Kamenz zeigt sich CO2-neutral

Die zweite Batteriefabrik in Kamenz ist als CO2-neutrale Fabrik konzipiert. Hierdurch wird der ganzheitliche Gedanke von Daimler im Sinne der Elektromobilität weiter als das eigentliche Elektroauto gedacht.

So werden ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit Geothermie die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Neben der laufenden Serienproduktion für verschiedene Plug-In und Hybrid-Batterien in der bestehenden Fabrik werden in der neuen Fabrik weitere Linien für vollelektrische Batterieprodukte eingebracht und auf die Serienproduktion vorbereitet.

Bereits MItte 2018 erfolgte der Einstieg in die Vorserie für den EQC, im Frühjahr 2019 beginnt der Start der Volumenproduktion. Durch den Bau der zweiten Fabrik auf einem 20 Hektar großen Grundstück vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf insgesamt rund 80.000 m².

„Der Standort Kamenz gehört zu den Pionieren der Elektromobilität weltweit und in Deutschland. Für unsere Belegschaft ist der Ausbau des Standorts eine Bestätigung ihrer Leistung und ihres Know-hows. Seit 2012 bis heute hat Kamenz mehr als 200.000 Batterien auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie produziert.“ – Heiko Steinmetz, einer der Accumotive-Geschäftsführer

Neben Antriebsbatterien für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge werden bei Accumotive Batterien für 48-Volt-Systeme produziert. Das richtungsweisende 48-Volt-Bordnetz feierte in der neuen Generation der S-Klasse Premiere und hält mit der neuen Mercedes-Benz Motorentechnologie sukzessive Einzug in verschiedene Baureihen.

Auch die Nutzfahrzeuge von Daimler setzen im Zuge der Elektrifizierung ihres Portfolios auf Batterien aus Sachsen. Sowohl die Vans Vito als auch Sprinter werden zum Marktstart 2019 mit Antriebsbatterien aus Kamenz ausgerüstet sein, ebenso wie der aktuelle eCanter, der leichte Lkw der Marke Fuso von Daimler Trucks.

Quelle: Daimler AG – Pressemitteilung vom 06. November 2018

Ein Kommentar

  1. Wer hat die Nase bei der Einführung der e-Mobilität vorne – Daimler oder BMW ?
    Es sieht fast so aus, dass Daimler in der Planung(Ankündigungen) etwas in Führung liegt..
    Daimler: 2022 alle Modelle elektrifiziert (130 Modellvarianten); 2019 EQC; 2020 EQS
    BMW : 2025 25 elektrifizierte Modelle (davon 12 BEV); bis2021: 5 BEV’s : i3, Mini, iX3, i4, iNEXT
    …. und Zusatzfrage: welches Modell kann(soll) mit Tesla 3 konkurrieren ?
    Sowohl Daimler als auch BMW machen grosse Anstrengungen im Hinblick auf Batterie-Produktion und Entwicklung (sogar auch mit Ziel CO2 emissionsneutral !).

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