55.000 Ladevorgänge (steigend) bei ALDI Süd in 2017

Copyright Abbildung(en): ALDI Süd

Bereits 2017 haben wir darüber berichtet, dass ALDI Süd den Ausbau der Ladestationen für Elektroautos in den eigenen Filialen plant. Im September 2017 waren insgesamt auf 1.250 Dächern von deutschlandweit 1.870 Aldi-Süd-Filialen Photovoltaikanlagen installiert. Weitere 150 Anlagen sollen bis Ende 2018 dazukommen. Genutzt wird die gewonnene Energie sowohl in den Filialen etwa für die Beleuchtung, aber eben auch für den Betrieb von den bereits vorhandenen 50 Schnellladestationen für E-Autos.

55.000 Ladevorgänge alleine in 2017 – Zahl steigend

Wie der für das Energiemanagement verantwortliche Manager Tassilo Kilias Details nun im Gespräch mit dem Branchenmagazin Energate Messenger zu verstehen gab, wurden 2017 insgesamt 55.000 Ladevorgänge an 53 Ladestationen durchgeführt. Wobei das Interesse an der Nutzung der Ladestationen weiter steigend ist, wie Kilias zu verstehen gab. Bei ALDI Süd müssen sich die Kunden nicht registrieren, sondern können während des Einkaufs kostenfrei ihr Fahrzeug laden − für Fahrer von Elektroautos ein echter Mehrwert.

Florian Kempf, im Oktober 2017 verantwortlich für Energiemanagement bei ALDI Süd, beschrieb die Ladestationen als einen weiteren Baustein des Nachhaltigkeitsengagements von ALDI Süd. Man möchte hiermit den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland fördern. Denn wie ALDI Süd richtig erkannt hat, gilt hier: „Je mehr Marktteilnehmer mitmachen, umso besser geht es voran. Damit Elektromobilität in Deutschland flächendeckend funktionieren kann, braucht man eine gute Ladeinfrastruktur.“ Die Ladesäulen sind ausschließlich an Filialstandorten mit Solaranlage zu finden.

Nicht nur Kunden können Ladesäulen nutzen

Die durchschnittliche Ladezeit mit bis zu 50 kW Leistung für etwa 200 Kilometer Fahrstrecke beträgt 30 Minuten. Die Nutzung ist während der Filialöffnungszeiten möglich und nicht an einen Einkauf bei Aldi Süd geknüpft. Bis Ende 2018 wird der Discounter mehr als 80 Ladesäulen für Elektroautos anbieten. Derzeit verfügen 53 ALDI Süd Filialen über eine Elektrotankstelle. Noch im Sommer dieses Jahres wird der Großteil der 28 neuen ALDI SÜD Ladestationen in Betrieb genommen.

ALDI Süd achtet bei dem Ausbau der eigenen Ladeinfrastruktur darauf, dass diese in Filialen ausgebaut wird, welche von der Lage her für E-Autofahrer strategische Bedeutung haben. So liegen die neuen Elektrotankstellen entlang der Autobahnen A3, A5, A6, A7, A8 und A9 und sind in maximal fünf Minuten Fahrzeit von einer Abfahrt aus zu erreichen. Der Abstand zwischen den ALDI Süd Filialen mit Ladesäulen beträgt maximal 160 Kilometer.

ALDI Süd deckt benötigten Strom durch PV-Anlagen ab

Interessant ist auch der Einblick von Kilias, dass die Filialen zu Spitzenzeiten ihren kompletten Strombedarf inklusive der Ladesäule über die installierte Fotovoltaikanlage abdecken können. Dafür würden 80 Prozent des produzierten Stroms ausreichen, die übrigen 20 Prozent werden zur Entlastung in das Stromnetz eingespeist. Sollte die Sonne nicht scheinen oder nicht genügend Energie zur Verfügung stellen, beziehen die Ladesäulen Ökostrom aus dem Netz. Um die Autarkie der Filialen zu erhöhen, prüft Aldi Süd derzeit den Einsatz von Batteriespeichersystemen.

Testweise wird das Unternehmen in 2018 für den Transport der eigenen Produkte sowohl Erdgas-Lkw als auch Elektro-Lkw einsetzen. Zur Umsetzung des Projektes arbeitet ALDI Süd mit den Fahrzeugherstellern IVECO im Bereich Erdgas- und mit FRAMO im Bereich Elektro-Technologie zusammen.

Quelle: Energate Messenger – Kilias: “Die Anzahl der Ladevorgänge ist stetig angestiegen”

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3 Antworten

  1. Ja, sehr gut, Ladestationen sollten vorrangig auf Parkplätzen von Supermärkten eingerichtet werden. Die meisten “Verbraucher” kommen wohl mindestens einmal pro Woche zu einem Supermarkt.

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