VW stellt die Weichen auf Zukunft: Bis Ende 2022 mehr als 34 Milliarden Euro Invest ins Unternehmen

VW AG

Am heutigen Freitag, den 17.11.2017, hat der Volkswagen Konzern seine Weichen voll in Richtung Zukunft ausgerichtet und damit die bereits bekannten strategische Ziele bis zum Jahr 2025 untermauert. So wird der Konzern bis zum Jahr 2022 mehr als 34 Milliarden Euro investieren, um seine starken Innovations- und Technologiekräfte weiter auszubauen. Die Investitionen fließen hierbei in Elektromobilität, das autonome Fahren, neue Mobilitätsdienste und die Digitalisierung. So das Ergebnis der Konzern-Planungsrunde für die Jahre 2018 bis 2022, die der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft in seiner heutigen Sitzung erörtert hat.

Der Löwenanteil der Investitionen wird in die Bereiche Elektrifizierung und die Hybridisierung aller Konzernmodelle fließen. Hierdurch unterstreicht VW die Bedeutung der alternativen Antriebe für das eigene Unternehmen und treibt die im September angekündigte Elektrifizierungsoffensive „Roadmap E“ mit aller Kraft voran. Bereits zu diesem Zeitpunkt hat der Konzern angekündigt, bis 2030 das gesamte Modellportfolio zu elektrifizieren.

„Mit der nun verabschiedeten Planungsrunde schaffen wir die Voraussetzungen, Volkswagen bis zum Jahr 2025 zur weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen. Das Auto wird gerade neu erfunden. Wir investieren gezielt und aus eigener Kraft die dafür nötigen Mittel in die Digitalisierung, ins Autonome Fahren, in die Elektromobilität, in neue Mobilitätsdienste. Wir tun das aber, ohne die aktuellen Technologien und Fahrzeugprojekte zu vernachlässigen. Denn damit verdienen wir auf absehbare Zeit unser Geld.“ – Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft

Müller gibt sich zuversichtlich, dass der VW Konzern mit seinen Marken und dem daraus entstehenden Synergiepotenzial die Herausforderungen auf dem Weg dorthin meistern wird. Um zukünftig entsprechend aufgestellt zu sein, hat der Konzern im Zuge der Planungsrunde auch seine Werkbelegung optimiert. Hierdurch soll der Produktionsverbund der Marken noch effizienter werden. Die wichtigsten Veränderungen hierbei sind:

  • Der Standort Zwickau wird zum reinen E-Mobilitäts-Werk umgestaltet
  • Vom Standort Zwickau aus erfolgt der Start die erste europäische Serienproduktion von Elektrofahrzeugen auf der MEB-Plattform
  • Die Produktion der VW-Passat-Familie wird ab Ende 2018 am Standort Emden vorzufinden sein
  • Die VW-Golf-Familie wird ab der nächsten Fahrzeuggeneration in Wolfsburg gebündelt

Es bestätigen sich somit die Vermutungen zur Aufstellung des VW Konzerns, wie wir sie bereits am gestrigen Tag im Beitrag: „Plant VW seine komplette E-Auto Fertigung in Sachsen“ aufgeführt haben.

Müller gibt sich überzeugt, dass man finanziell robust aufgestellt ist, um dem grundlegenden Wandel, der große Chancen bietet, aber auch riesige Anstrengungen fordert, begegnen kann. Die beschlossene Planungsrunde hat nun die Leitplanken gesetzt, jetzt gilt es laut ihm: „Tempo machen und am gemeinsamen Erfolg arbeiten.“

Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und Controlling gab zu verstehen, dass man sich der großen Herausforderungen der Roadmap E bekannt sei, aber dennoch daran festhalte. Geht es nach ihm, wird die Sachinvestitions- als auch die Forschungs- und Entwicklungskostenquote im Konzernbereich Automobile deutlich gesenkt. Ab 2020 wird man hier auf ein wettbewerbsfähige Niveau von jeweils 6,0 Prozent sinken. Vor einem Jahr, also 2016, hatte die entsprechende Sachinvestitionsquote noch 6,9 Prozent betragen.

Der Konzern erwartet in den kommenden Jahren Wachstumsimpulse vor allem aus Brasilien, China, Russland und Nordamerika. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man dort entsprechend investiert, um sich auch hier auf eine vernünftige Basis zu stellen. Nicht in der Planungsrunde enthalten sind die Investitionen der Joint-Venture-Gesellschaften in China. Diese Gemeinschaftsunternehmen finanzieren die Investitionen in die chinesischen Werke und Produkte aus eigenen Mitteln. Hierzu hatten wir bereits in diesem Beitrag ein paar Worte verloren.

Quelle: VW AG – Pressemitteilung vom 17.11.2017

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