So vermeiden Sie Rost auf Elektroauto-Bremsen

Rost auf Bremsen vermeiden

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In einem aktuellen Blog-Eintrag warnt der ADAC Elektroauto-Fahrer davor, die Scheibenbremsen des Fahrzeugs zu selten zu nutzen. Es sei zwar verlockend, mit einem Elektroauto vorausschauend zu fahren, um dank der Rekuperation beim Verzögern Energie zurückzugewinnen.

In einem Dauertest mit dem Opel Ampera-e habe sich allerdings gezeigt, dass sich durch diese Fahrweise verstärkt Rost auf Bremsscheiben und -klötzen bilden kann. Durch den Rost hätten sie keine optimale Auflage mehr und würden die optimale Bremswirkung nicht mehr bieten können.

Im Dauertest und nach längeren, möglichst energiesparenden Strecken, seien bei Kilometerstand 137.182 die Bremsscheiben und -klötze auf der Hinterachse so verrostet gewesen, dass sie für 700 Euro hätten ersetzt werden müssen, so der ADAC. Geld, dass man sich auch leicht sparen könne.

Der Test sei zwar ein Einzelbeispiel, allerdings liege die Vermutung nahe, dass korrodierte Scheibenbremsen ein generelles Problem von Elektroautos sind, so der Automobilclub. Hin und wieder auch die Scheibenbremsen zu nutzen, kann also nicht Schaden – im Gegenteil. Die Lebensdauer der Bremsscheibe sowie der Bremsklötze wird dadurch sogar noch erhöht.

Der ADAC empfiehlt Elektroauto-Fahrern auch, die Bremsen den Fahrzeugs regelmäßig zu überprüfen. Außerdem solle beim ersten Fahren nach längerer Standzeit – das gilt übrigens für alle Fahrzeuge, auch Verbrenner – zunächst sanft und dann etwas kräftiger kurz gebremst werden, um den Oberflächenrost zu beseitigen. Dabei sei darauf zu achten, dass die Straße eis-, schnee- und glättefrei ist und keine folgenden Fahrzeuge behindert werden.

Quelle: ADAC – Problem bei E-Autos: Bremsen rosten

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Sensationelle Erkenntnis des ADAC! Schade dass sie sich erst jetzt mit E-Mobilität befassen.
Für Interessierte: Ich war 10 Jahre lang Prius II-Besitzer. Übrigens die Autobauer brauchen den Hybridantrieb nicht neu zu erfinden, das hat Toyota vor 20 Jahren gemacht mit aktuell fast unveränderter Technologie.
Der Wirkungsgrad eines Fahrzeuges wird damit auch bei den aktuellen Modellen die 40%-Grenze nicht überschreiten. Wirkungsgrad E-Auto + – 90%!!!
Für mich war das Problem ab dem 1. Tag klar, Rekuperation bringt weniger mechanischen Bremseinsatz. Daher wie vom ADAC beschrieben hin und wieder einmal kräftig in die Bremsen!
Vorsorglich habe ich 1x jährlich – vorzugsweise beim Räderwechsel – die Bremsen zerlegt, gereinigt und neu zusammengebaut. Wird zur Routine und kann ggf. selbst erledigt werden.
Übrigens ich fahre seit 2000 km den Hyundai Ioniq Electric. Verbrauch + – 12 kWh/100 km, sparsame Fahrweise vorausgesetzt (1 kWh ~ 20 Cent).
Der Verbrauch meines Prius, jedenfalls immer unter 5 Liter Superbenzin.
Bei einem Energiegehalt von max. 10 kWh/1 Liter Benzin verbraucht der Ioniq 1/4 der Energiemenge!

Danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Immer wieder interessant Erfahrungen aus der Praxis mitzubekommen.

90% hat der motor aber sshen wir davon mal ab und gehen davon aus das das Auto 90 % hat. Ein Lithium akku hat ein wirkungsgrad von ebenfalls 90%. Also den vom Fast Charger oder solar batterie 100-90=10
Den Akku vom Auto 100-90=10
Gesamt Auto 90-10-10=70% echter wirkungsgrad

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