Radikaler Wandel steht auch den Automobilzulieferer bevor

Radikaler Wandel kommt auf Automobilzulieferer zu
shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 739797655
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Die Stuttgarter Nachrichten haben am Dienstag den 10.01.2017 einen Artikel veröffentlicht, welcher sich mit dem radikalen Wandel der Automobilbranche durch die Elektromobilität auseinandersetzt. Dabei wird hier allerdings nicht nur Schwerpunktmäßig auf die großen Automobiler, sondern auch auf deren Zulieferer eingegangen. Denn auch für diese bedeutet die Verbreitung von Elektroautos ein Wandel, welchem man sich stellen muss.

Aktuell sind viele Betriebe abhängig vom Verbrennungsmotor, haben Produkte nur für diesen entwickelt und produziert und stehen nun mit E-Antrieben vor einer Herausforderung. Die Unternehmen müssen sich allerdings nicht nur auf einen technologischen Umbruch vorbereiten, sondern auch auf ein geändertes Kundenverhalten, denn nach Ansicht von Experten wollen immer weniger junge Menschen ein eigenes Auto besitzen.

Elektromobilität, Car-Sharing,…

Angestrebt wird von vielen Automobilern bis 2025 ein Viertel des eigenen Produktportfolios zu elektrisieren. Dies betrifft natürlich auch die knapp 800.000 Beschäftigten in der Autoindustrie, welche hierzulande einer der größten Arbeitgeber ist. Denn viele Zulieferer hierzulande hängen am Verbrennungsmotor – etwa am Antriebsstrang. Gerade dieses Teil am Auto hat laut Experten das bisher größte Innovationspotenzial und wird daher langfristig unter stärkeren Preisdruck geraten.

Bei den Gewerkschaften schrillen bereits die Alarmglocken, denn Batteriefertigung, Fertigung spezieller Teile für den E-Motor, usw… sehen diese nicht unbedingt an den deutschen Standorten, sondern zukünftig zu großen Teilen im Ausland. Die Befürchtung ist, dass Hersteller mit dem Technologiewechsel dort ihre Kapazitäten aufbauen, wo auch die Nachfrage ist – also vor allem in Asien.

Weiterhin könnte der Absatz von Fahrzeugen generell zurückgehen. Stichwort Car-Sharing oder Shared Mobility. Junge Menschen teilen sich in Zukunft öfters ein Auto, anstatt es selbst zu kaufen – damit könnte der Auslastungsgrad eines Pkw, der derzeit bei gerade mal fünf Prozent liegt, deutlich steigen. Es ist weniger erstrebenswert ein eigenes Auto zu besitzen – insbesondere in den großen Städten. Herrscht dort meist eh eine gute öffentliche Verbindung und Parkraumnot sowie stärkere Regulierung des Verkehrs aufgrund von Emissionen tragen auch nicht gerade dazu bei, dass man ein eigenes Fahrzeug besitzen möchte.

“Das Tagesgeschäft der Antriebs-Zulieferer ist noch klar vom Verbrennungsmotor bestimmt. Gleichzeitig muss jetzt der Wandel zum elektrischen Antrieb vorangetrieben werden – auch wenn die zu erwartenden Umsätze in den nächsten fünf Jahren noch gering sind.” – Felix Mogge, Partner der Münchner Unternehmensberatung Roland Berger

Stuttgarter Nachrichten – Autozulieferern steht radikaler Wandel bevor

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