Neues Prüfstandskonzept für elektrische Antriebsachsen von Teamtechnik

teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH

Die teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH gehört zu den internationalen Marktführern für Produktionstechnologie, Montage- und Funktionsprüfanlagen. Als solche hat das Unternehmen, auf Basis der Prüfplattform „Compact Drive“, bereits mehr als 300 Prüfstände für manuelle Schaltgetriebe, Automat-, Doppelkupplungs- und neuerdings auch Hybridgetriebe und reine E-Antriebe ausgeliefert.

Die Prüfplattform wurde nun unter Verwendung bewährter Komponenten umfassend weiterentwickelt, um den sehr speziellen und anspruchsvollen Prüfanforderungen von elektrischen Antriebsachsen gerecht zu werden. Bei diesen Prüfungen sind stets umfangreiche elektrische Messungen und Sicherheitsprüfungen notwendig, zudem fallen sehr hohe Prüfmomente von bis zu 5000 Nm an. Weiterhin hat man die Plattformen nun so aufgebaut, dass diese verschiedenen Antriebskonfigurationen, variablen Stückzahlen (ab 50.000 E-Fahrzeuge pro Modell und Jahr) und Taktzeiten gerecht wird.

Im Grunde besteht ein solcher Prüfstand aus drei weitgehend standardisierten Modulen: Produktspezifische Adaptierung, standardisierte Prüftechnik und bedarfsgerechte Automatisierung. Unter den produktspezifischen Adaptierungen versteht man beispielsweise die flexiblen Spannvorrichtungen für E-Achsen, sowie die Kühlkreisläufe und die Ölversorgung.

Die standardisierte Prüftechnik beinhaltet die gesamte Messwerterfassung, die als offenes System konzipiert ist, die Kommunikation mit den Steuergeräten sowie die Hochvolt-Energieversorgung, das gesamte Energiemanagement und die Prüfsoftware. Mit einer von Teamtechnik entwickelten, webbasierten Prüfsoftware wird die grafische Darstellung der Prüfabläufe ermöglicht, was eine Programmierung ohne Kenntnisse von Hochsprachen sowie umfangreiche Datenauswertungs- und -speicherfunktionen ermöglicht. Dritter Baustein ist die bedarfsgerechte Automatisierung des Prüfstands.

Teamtechnik konzentriert sich allerdings nicht nur auf Einzelprüfstände, sondern bildet auch voll verkettete und automatisierte Prüffelder ab. Die hierbei fortschrittlichste Variante sind völlig frei im Raum stehende Prüfstände, denen die zu prüfenden E-Achsen mit einem fahrerlosen Transportsystem automatisch zugeführt werden. Diese autonome Automatisierung geht mit einer durchgängigen Digitalisierung aller Produktions- und Prüfdaten im Zuge von Industrie 4.0 einher. Und sie ist kein theoretisches Szenario: Teamtechnik realisiert sie bereits in einem der aktuellen Projekte.

Quelle: Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH – Mail vom 13.11.2017

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.