Keine feste Elektroauto-Quote durch die EU-Kommission

Keine feste E-Auto Quote für Europa

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E-Quote in Europa – eine Entscheidung muss fallen… und ist am heutigen Mittwoch auch gefallen. Eine feste Elektroauto-Quote wird es erstmals nicht geben. Dafür allerdings neue Zielvorgaben für die durchschnittlichen CO 2-Emissionen neuer Pkw und Lkw in der EU. Diese sollen dazu beitragen den Übergang zu emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen.

Der Vorschlag sieht vor, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen im Jahr 2025 beziehungsweise 2030 für in der EU neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 15 Prozent beziehungsweise 30 Prozent unter den Werten des Jahres 2021 (95 g/km) liegen. Wird dieses Ziel nicht erreicht drohen den Automobilherstellern Strafen von 95 Euro pro Gramm und Fahrzeug. Mit den Zwischenzielen für 2025 will man erreichen, dass bereits jetzt Investitionen angestoßen werden. Wohingegen die Ziele für 2030 Stabilität und die langfristige Richtung vorgeben, um diese Investitionen aufrechtzuerhalten. Die vorgegebenen Ziele sollen dazu Beitragen den Übergang zu emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen.

Weiterhin umfasst das Paket der EU-Kommission einen Aktionsplan und Investitionslösungen für die europaweite Einführung einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Das Ziel des Projektes ist es eine Anhebung des Ambitionsgrads der nationalen Pläne, die Erhöhung der Investitionen und die Verbesserung der Akzeptanz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu erreichen. Es soll aber nicht „nur“ abgestraft werden. Erreichen Automobilhersteller ihre CO2-Ziele früher winken Bonuspunkte. Die EU-Kommission verfolgt bei der Umsetzung der Strategie einen „technologieneutralen Ansatz“, ohne den Herstellern eine feste Elektroauto-Quote aufzuerlegen.

Jedoch wird zumindest eine grobe Zielvorgabe formuliert. So sollen bis zum Jahr 2030 möglichst 30 Prozent Neuwagen mit Elektro- oder anderen alternativen Antrieben je Hersteller auf die Straße gebracht werden. Zur Unterstützung hierfür stellt die Kommission 800 Millionen Euro zum Ausbau von Ladestationen und weitere 200 Millionen Euro zur Unterstützung der europäischen Batterieentwicklung bereit.

Die Vorschläge für saubere Mobilität werden nun an die gesetzgebenden Organe übermittelt. Die Kommission ruft alle Interessenträger auf, eng zusammenzuarbeiten, damit die verschiedenen Vorschläge und Maßnahmen rasch angenommen und umgesetzt werden können und die europäische Wirtschaft sowie Arbeitnehmer und Bürger so bald wie möglich die maximalen Vorteile nutzen können.

Quelle: European Commission – Energieunion: Kommission ergreift Maßnahmen zur Stärkung der weltweiten Führungsposition der EU bei sauberen Fahrzeugen

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Du hast dir im ersten Absatz einen kleinen Fehler geliefert, wir Mittwoch und nicht Donnerstag 🙂

Meiner Meinung nach machen Vorgaben wie „2040 soll Elektroautoquote 100% sein“ wenig Sinn. Denn zum einen wird der Trend zum Elektroauto stark von China beeinflusst, d.h. , dass zum Beispiel die deutschen Autofirmen gezwungen werden mitzuhalten. Zum anderen kann ein „Kippvorgang“ eintreten, wenn Preisparität zum Benzinauto erreicht wird – d. h. plötzlich werden Benzinautos unattraktiv (und die Hersteller fahren ihre Entwicklungsaktivitäten bei Benzinautos schon vorher rechtzeitig zurück…?). Das könnte laut einigen Analysen schon ab ca. 2023 geschehen. Damit würden Vorgaben wie oben genannt überholt werden. Daher halte ich auch die Streitere um dieses Thema in den derzeitigen Koalitionsverhandlungen als unnötig.
Strenge Vorgaben für durchschnittliche CO2 Abgase ist sicher nicht schlecht, zusätzliche Steuern auf Benzin und Diesel könnte man auch erwägen. Am wichtigsten ist wohl , dass von staatlicher Seite der Ausbau des Ladenetzwerkes unterstützt wird.

Vielleicht ist das richtig für Deutschland, zumindest weisen viele deswegen schon die Möglichkeit ein E-Auto zu kaufen ab, weil das Ladenetz nicht vorhanden ist. Aber wird das nicht überbewertet ? Es gibt ja doch noch ziemlich viele die auch in Deutschland in Einfamilienhäusern wohnen, und irgendwo an eine Steckdose herankommen könnten. Das gilt vielleicht besonders für z. B. California und Norwegen, wo sehr viele in Einzelhäusern wohnen. Zudem haben dort viele 2 oder mehr (California) Autos pro Haushalt, so dass sie ein E-auto für den „Nah“verkehr und Alltagsgebrauch haben können.

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