Hybrid-Speicher mit Marktpotenzial: Batterie-Produktion goes Industrie 4.0

Copyright Abbildung(en): Fraunhofer IPA/Rainer Bez

Wenn man die Wünsche eines E-Auto-Fahrers in einem Satz zusammenfassen könnte, zumindest bezogen auf die Elektroautobatterie, könnte sich dieser wie folgt lesen: „Ein Akku, der in Sekundenschnelle aufgeladen ist, über eine große Kapazität verfügt und zugleich zehn bis zwölf Jahre hält.“ Einen solchen Akku haben unter anderem Fraunhofer-Forscher im Projekt FastStorageBW II nun entwickelt.

Im vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg geförderten Projekt FastStorageBW II entwickeln Mitarbeiter des Batterieherstellers VARTA AG, Forscher vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und anderen Partnern einen leistungsstarken Hybrid-Speicher, der die Vorteile von Lithium-Ionen-Batterien und Superkondensatoren vereint.

Hierdurch soll quasi das Beste aus zwei Welten miteinander verbunden werden. Lithium-Ionen-Batterien, welche Energie lange speichern können sowie Kondensatoren, welche sich in Sekundenschnelle aufladen. Aus dem Projekt FastStorageBW II sind die sogenannten PowerCaps entstanden, welche eine ähnlich hohe spezifische Kapazität wie Bleibatterien aufweisen, mit zehn bis zwölf Jahren Lebensdauer aufwarten und sich fast so schnell aufladen lassen wie ein Superkondensator. Weiterhin kann man diese einer Temperatur von 85 Grad Celsius aussetzen, ohne das diese an Leistung einbüßen. Auch hundert Mal mehr Ladezyklen als konventionellen Batteriesysteme stellen die PowerCaps vor kein Problem, die Batterieladung wird dennoch über mehrere Wochen – ohne nennenswerte Verluste durch Selbstentladung – gehalten. Eierlegende Wollmilchsau, oder?

Die Forscher vom IPA widmen sich dabei vor allem der Produktionstechnik. Denn eins ist klar, soll die neue Batterieproduktion umgesetzt werden, gilt es, das entsprechende Prozesswissen optimal umzusetzen. Billig wird die ganze Geschichte nicht, um die komplette Fertigung aufzubauen, muss der Unternehmer viele Millionen Euro in die Hand nehmen. Für die neuartige Kleinserienproduktion kombinieren die Forscher gewisse Produktionsabfolgen sinnvoll. Allerdings sind dabei nicht alle Anlagen miteinander verbunden – zumindest was die Hardware betrifft.

So kommt in der Kleinserie noch viel Handarbeit zum Einsatz, beispielsweise trägt ein Mitarbeiter die Chargen von einer Maschine zur nächsten. Was zumindest hinsichtlich der Lernprozesse kein Nachteil bedeutet, denn es geht nicht darum, möglichst viele Produkte in möglichst geringer Zeit herzustellen, sondern ein möglichst umfassendes Verständnis für den Prozess zu entwickeln.

Hinsichtlich der Software sind die Anlagen durchaus untereinander vernetzt. Weiterhin sind diese, ebenso wie Prozesscluster, mit zahlreichen Sensoren bestückt. Diese kommunizieren miteinander und speichern die Ergebnisse in einer Cloud. Für Forscher und Unternehmer bringt dies den Vorteil mit sich, dass man schnell analysieren kann, welche Faktoren die Produktqualität beeinflussen. Weitere Informationen gibt es unter der nachfolgend verlinkten Quelle.

Quelle: Fraunhofer Institut – Hybrid-Speicher mit Marktpotenzial: Batterie-Produktion goes Industrie 4.0

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Hybrid-Speicher mit Marktpotenzial: Batterie-Produktion goes Industrie 4.0“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Natürlich kostet die Entwicklung von neuen Systemen viel Geld. Glaubt denn irgendwer, TESLA hätte seine Akkus vom Himmel geschenkt bekommen? Millionen haben da wohl nicht gereicht.

Diese News könnten dich auch interessieren:

KIA EV6 bildet die Basis für kommende Perfomance-Stromer
Porsche und Shell errichten Hochleistungs-Ladenetzwerk in Malaysia
Berlin bleibt Spitzenreiter bei Ladesäulen
1
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).