Gewicht spielt bei Elektrofahrzeugen keine entscheidende Rolle für Reichweite

Die Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) hat herausgefunden, dass das Gewicht bei Elektrofahrzeugen keine entscheidende Rolle für die Reichweite spielt. Teilweise wirkt sich ein höheres Gewicht sogar positiv auf diese aus. Die Ergebnisse der Studie stellen damit auch den Leichtbau mit Karosserien aus Karbon infrage. Im Rahmen der Studie wurde ein BMW i3 sowie ein Tesla Model S unter gleichen Bedingungen auf einer 100 Kilometer langen Teststrecke gefahren. Untersucht wurde hierbei der Energieverbrauch im leeren Zustand sowie mit Zuladung von 100, 200 und 300 Kilogramm.

Im Rahmen der Testfahrten hat sich folgendes Ergebnis gezeigt: Das Model S brauchte auf der Teststrecke (nur mit Fahrer – ohne Zusatzgewicht) 17,77 Kilowattstunden. Mit einem zusätzlichen Gewicht von 100 kg stieg der Verbrauch nur minimal auf 17.67 kWh. 300 Kilogramm mehr ließen den Verbrauch abermals auf 17,87 kWh beim Tesla Model S steigen. Der Verbrauch nehme in diesem Beispiel um maximal 0,6 Prozent zu, ein Anteil der vernachlässigbar ist. Somit spiele Leichtbau bei E-Fahrzeugen gemäß Aussage der Forscher so gut wie keine Rolle.

Bestätigt wird dies auch durch die Fahrten mit dem BMW i3. Auch bei diesem steigt der Energieverbrauch nur geringfügig mit steigendem Zusatzgewicht. Die maximale Differenz lag bei 0,57 Kilowattstunden, das entspreche einem Mehrverbrauch von 0,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer, heißt es in der Untersuchung. Somit zeigen auch die Testfahrten mit dem BMW i3, dass die Gewichtseinsparung bei Elektroautos wirklich nicht die erste Priorität sein kann.

Die Ursache des positiven Ergebnisses sehen die Forscher bei der Energierückgewinnung durch Bremsen, der sogenannten Rekuperation. Denn hier wirkt sich das steigende Gewicht positiv aus. Denn je schwerer das Fahrzeug sei, umso größer sei die Energiemenge, die zurück in den Akku fließe. Am Beispiel des i3 von BMW sieht man dies daran, dass die zurückgewonnene Energie beim leeren Fahrzeug im Test 3,62 kWh betrug. Mit Zuladung von 300 Kilogramm lag der Wert bei 4,17 kWh. Somit wird zumindest ein Teil des Mehrverbrauchs durch die Rekuperation ausgeglichen. Beim Model S von Tesla lag die Energierückgewinnung noch über der des i3.

Quelle: Welt.de – Leichtbauweise verbessert Ökobilanz von E-Autos kaum

3 Kommentare

  1. Gewicht spielt keine grosse Rolle ???
    Haben die Leute in der Physikstunde nur draussen geraucht ?
    Gewicht zu beschleunigen ( Masse x Beschleunigung) kostet Energie, die man niemals 100% zurückgewinnen kann .
    Dabei spielt das Gewicht auch bei der Wiedergewinnung durch Rekuperation beim Bremsen negativ mit: Rollwiderstand der Reifen wird grösser. Ausserdem kann man nicht alle Bremsenergie durch Rekuperation zurückholen, da die mechanischen Bremsen aus Sicherheits und Komfortgründen immer noch eine grosse Rolle spielen !

    1. Es ging bei dem Test nicht um die Betrachtung eines singulären Beschleunigungsvorgangs sondern um eine Fahrt die sowohl Beschleunigungen, konstante Fahrten als auch Abbremsungen enthielt.

      Die These ist, dass Gewicht im Fahralltag den Verbrauch kaum beeinflusst. Der größte Verbrauch entsteht durch die ständige Überwindung des Luftwiderstandes. Ein Auto das 100km rumfährt verbraucht hierdurch die meiste Energie. Elektroautos können beim Bremsen einen Großteil der Bewegungsenergie zurückgewinnen. Aus diesem Grund schlägt im Gegensatz zu Verbrennern das ständige Anhalten & Beschleunigen im Stadtverkehr kaum zu buche.

      Aus diesem Grund ist der große Aufwand um Elektroautos leichter zu bekommen wahrscheinlich nicht gerechtfertigt.

      1. Als Frankfurter frage ich mich nur, wo der ach so große Luftwiderstand auf der Dauerverstopften A66 herkommen soll:-)) Also mal ganz ehrlich, von Physik habt ihr wirklich keinen Schimmer….Ich kann dem Vorgänger nur Zustimmen. Als Extraspartipp: Vielleicht sollten wir alle nur Bergab fahren- Als Kinder hatten wir da einen Riesen Spaß.

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