Einstiegshürden für ausländische Automobilhersteller im elektrifizierten, chinesischen Automobilmarkt sollen gesenkt werden

Symbolbild

Vonseiten der chinesischen Regierung wurde angekündigt, bis Juni 2018 einen Versuch durchzuführen, der es ausländischen Automobilherstellern ermöglichen würde, in den ausgewiesenen Freihandelszonen hundertprozentige Elektrofahrzeugunternehmen zu gründen, ohne einen Joint-Venture Partner an deren Seite zu haben. Hierbei handelt es sich um den ersten Schritt der Überarbeitung der jahrzehntelangen gelebten Autoindustriepolitik des Landes.

So würde der angekündigte Plan auch ausländischen Firmen erlauben, Fabriken für die Herstellung von Fahrzeugen zu gründen, ohne dass ein lokaler Partner nach den geltenden Regeln benötigt wird. Weiterhin werden die Behörden die Einfuhrzölle für Fahrzeuge schrittweise senken, was den Import von ausländischen Elektroautos auf dem chinesischen Markt interessanter werden lässt.

Die Ankündigung der chinesischen Regierung vom vergangenen Donnerstag fiel mit dem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China zusammen. Wo dieser zum Besten gab, dass das asiatische Land amerikanische Arbeiter und Unternehmen mit unfairen Handelspraktiken ausnutze. Präsident Xi Jinping verkündete, dass China in den kommenden Jahren große Fortschritte machen werde und dadurch das Geschäftsumfeld für ausländische Unternehmen in China transparenter und geordneter werden wird.

Derzeit bedeutet die gewichtige Importsteuer – 25 Prozent für Luxusautos -, dass ausländische Autohersteller in China produzieren müssen, um die Fahrzeuge für den Massenmarkt bezahlbar zu machen. Eine Lockerung der Joint-Venture-Regelung würde Unternehmen wie Tesla Inc. die Möglichkeit geben, in China, dem weltweit größten Markt für Elektrofahrzeuge, eigene Fertigungsbetriebe aufzubauen. Neben dem Joint Venture von Ford in China hat die Volkswagen AG eine Partnerschaft mit der Anhui Jianghuai Automobile Group Corp. zur Produktion von Elektroautos geschlossen.

Bereits in der Vergangenheit hat China in Freihandelszonen schrittweise Zugang für ausländische Automobilherstellern geöffnet. Ausländische Unternehmen durften ab Juli 2016 zu 100 Prozent eigene Motorrad- und Batterieproduktionsbetriebe in China errichten.

Quelle: Bloomberg – China to Test Easing Curbs on Foreign Electric Vehicle Firms

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.