Caritas setzt auf Elektroautos von e.GO Mobile

Copyright Abbildung(en): e.Go Mobile

Die soziale Hilfsorganisation Caritas will ihre Dienstwagenflotte elektrifizieren. Nach einem Pilotprojekt im ambulanten Pflegedienst fiel die Entscheidung bei der Wahl der Fahrzeuge auf das Aachener Elektroauto-Start-up e.GO Mobile. Ab Frühjahr 2018 werden die erste Pflege-Stromer produziert, im Herbst sollen die ersten Fahrzeuge an die Einrichtung ausgeliefert werden.

Die Initiative für das Elektroauto-Projekt ging vom Caritasverband für die Regionen Aachen und Aachen-Land aus, wo Vorstand Bernhard Verholen bereits im Herbst 2013 das Projekt „Elektromobilität in der ambulanten Pflege“ gemeinsam mit Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ins Leben gerufen hatte. Bei diesem Projekt war untersucht worden, ob Elektroautos im Pflegedienst ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand eingeführt werden können.

Das Pilotprojekt ergab, dass Elektroautos eine „kostenneutrale Mobilitätsalternative“ darstellen können, zumal die Elektroautos von e.GO Mobile dank ihres Basispreises von nur 15.900 Euro mit zu den günstigsten auf dem Markt gehören. Und dabei ist die Elektroauto-Prämie in Höhe von 4000 Euro noch gar nicht eingerechnet. Dem Aachener Elektroauto-Start-up liegen mittlerweile etwa 140 Bestellungen von mehr als 50 Orts- und Regionalverbänden der Caritas vor.

Die relativ geringe Reichweite von Elektroautos ist für den Sozialverband überhaupt kein Problem, da der Großteil der Pflegekräfte maximal 80 Kilometer an einem Tag zurücklegt. Deshalb reicht es auch, das Fahrzeug über Nacht bei Normalladung wieder mit Energie zu versorgen.

Damit der e.GO-Stromer für den Einsatz im Pflegedienst bestens gerüstet ist, bekommt er einige Sonderausstattungen verpasst. Zum Beispiel extra Halterungen für eine 1,5-Liter-Wasserflasche sowie eine Desinfektionsflasche, was in aktuellen Fahrzeugen oft ungenügend gelöst ist.

Quelle: Domradio – Caritas setzt auf Pflege-Flitzer mit Elektroantrieb

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Eine Antwort

  1. Die Pflegekräfte legen selten mehr als 40 km zurück. Bei einer statistischen Durchschnittsgeschwindigkeit (Bundesamt für Statistik, 2016) von 16 km im Stadtverkehr würde die Pflegekraft bei 80 km von 8 Std. Arbeitszeit rund 5 Stunden im Fahrzeug verbringen und nur 6 Pflegeeinheiten (30 Minuten) abrechnen können. Das ist nicht rentabel.

    Die Fahrzeuge werden in der Regel im Zwei-Schicht-Betrieb eingesetzt, und legen dabei bis zu 80 km zurück. (Aufgeladen wird dann in max. 8 Std. in der Zentrale – z.B. einer Ökomenischen Sozialstation)
    Nur Intensiv-Pflegekräfte mit Rufbereitschaft haben das Fahrzeug auch ausserhalb der Arbeitszeit zu Hause.

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