Aral verzichtet auf E-Ladesäulen – man sieht derzeit kein wirtschaftliches Konzept dafür

Copyright Abbildung(en): Aral

Im Gespräch mit WAZ.de hat sich der derzeitige Vorstandschef Wolfgang Langhoff über die zukünftige Strategie von Aral ausgelassen. Bei Aral handelt es sich um die größte Tankstellenkette Deutschlands mit bundesweit 2.500 Standorten. Gesteuert wird das Unternehmen aus Bochum, dort befindet sich die Zentrale des Mutterkonzerns BP Europa. Für Langhoff stellt die Elektromobilitätsoffensive derzeit keine große Gefahr dar.

Was seiner Meinung nach daran liegt, dass der Ruf des Diesels durch die Vorgänge bei VW in Mitleidenschaft gezogen wurde, es aber auf der anderen Seite noch nicht abzusehen ist, dass sich Elektromobilität dauerhaft durchsetzt. Denn für ihn ist eine ganz essentielle Frage noch nicht geklärt: „Woher kommt der Strom?“ Sollte dieser aus einem Kohlekraftwerk stammen, dann würdigt man den grünen Gedanken der E-Mobilität nicht. Zudem steht dann noch die Frage im Raum, ob sich Verbraucher E-Fahrzeuge überhaupt leisten können. Was im Moment eher nicht der Fall ist.

Aus seiner Sicht ist daher „in Sachen Elektromobilität nicht mit einer Revolution, sondern mit einer Evolution“ zu rechnen. Selbst wenn man den Verzicht auf E-Ladesäulen auf Zahlen stützt, muss sich Langhoff keine Gedanken machen. Denn von aktuell 45 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland sind aktuell gerade einmal 36.000 reine Elektroautos, sowie knapp 200.000 mit Hybridantrieb unterwegs. Im Verhältnis zu wenig, um sich ernsthafte Gedanken zu machen.

Quelle: WAZ.de – Aral verzichtet auf E-Ladesäulen

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