Nach Subventionen nur 4500 Euro: China-Elektroauto Baojun E100

Copyright Abbildung(en): General Motors

Das chinesische Automobil-Joint-Venture SAIC-GM-Wuling, an dem der US-amerikanische Konzern General Motors seit dem Jahr 2001 beteiligt ist, hat mit dem Baojun E100 das erste voll-elektrische Fahrzeug der Marke in den Verkauf gebracht. Die ersten 200 Stück des knuffigen Zweisitzers, der stark an den Smart erinnert, war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft: Mehr als 5000 Kaufwillige registrierten sich bereits am ersten Vorverkaufstag für die ersten 200 Fahrzeuge. Kurz darauf schob SAIC-GM-Wuling 500 weitere Fahrzeuge nach. Und dabei war der Verkauf zunächst auf die in der Volksrepublik eher als ärmer geltende Region Guangxi mit ihren knapp 50 Millionen Einwohnern beschränkt.

General Motors

Den Preis des Fahrzeugs dürften Elektroauto-Enthusiasten in Deutschland wehmütig zur Kenntnis nehmen: Dank großzügiger nationaler und lokaler Subventionen kostet der Baojun E100 den Endkunden in China umgerechnet nur knapp 4500 Euro. Dafür gibt es ein 29 kW / 40 PS starkes, zweisitziges Elektroauto mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h und einer Reichweite von bis zu 155 Kilometern, absolut ausreichend fürs tägliche städtische Pendeln, nicht nur in China. Der Lithium-Ionen-Akku kann in 7,5 Stunden voll aufgeladen werden. Zudem ist der E100 in der Lage, beim Bremsen und Verzögern Energie per Rekuperation zurückzugewinnen.

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Mit einem Radstand von 1600 mm und einer Höhe von 1670 mm sollen zwei Erwachsene im Baojun E100 bequem Platz finden. Sein Wende-Radius von 3,7 Metern ermöglicht es, leicht in und aus engen Parklücken manövrieren zu können. Die Liste der Serienausstattung kann sich für ein Auto in dieser Preisklasse durchaus sehen lassen: Sie umfasst ein Anti-Blockier-Bremsen mit elektronischer Bremskraftverteilung, eine elektrische Servolenkung, eine elektronische Feststellbremse, Parksensoren, eine ISOFIX-Halterung für Kindersitze und ein Fußgänger-Warnsystem. Über ein Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Touchscreen können die Passagiere sich vernetzen oder interagieren. Das Elektroauto ist in der Premium-Version zudem mit einem Touchpad, einem speziellen Luftfilter und schlüssellosem Zugangssystem erhältlich.

Ein weiterer Wermutstropfen für all jene, die auf ein solches bezahlbares Elektroauto auch in Deutschland hoffen: Der Baojun E100 dürfte es nicht werden – eine Vermarktung außerhalb Chinas ist nicht geplant.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 21.07.2017

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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