GM und PSA Peugeot Citroën vereinbaren strategische Allianz

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General Motors Vorstandsvorsitzender und CEO Dan Akerson (li.) mit Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën am 29. Februar 2012 in New York. Foto:GM/Opel

General Motors und PSA Peugeot Citroën haben am 29. Februar mitgeteilt, dass sie eine langfristige und breitgefächerte weltweite strategische Allianz eingehen. Damit sollen gemeinsame Stärken und Fähigkeiten genutzt werden, um die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit beider Partner noch weiter zu verbessern.

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General Motors Vorstandsvorsitzender und CEO Dan Akerson (li.) mit Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën am 29. Februar 2012 in New York. Foto:GM/Opel

Die strategische Allianz zwischen GM und PSA Peugeot Citroën gründet auf zwei Hauptsäulen: Der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugarchitekturen, Komponenten und Modulen sowie dem Aufbau eines weltweiten Einkaufs-Joint-Ventures. Damit soll der Einkauf von Material und Komponenten sowie anderen Gütern und Dienstleistungen zusammengelegt werden. Das gemeinsame, geschätzte jährliche Einkaufsvolumen wird rund $125 Milliarden betragen. Jedes Unternehmen wird seine Fahrzeuge weiterhin als eigenständiger Wettbewerber vermarkten und verkaufen. Über diese Säulen hinaus schafft die Allianz eine flexible Grundlage, die es beiden Unternehmen ermöglicht, weitere Felder der Kooperation auszuloten.

Anfangs wollen sich GM und PSA Peugeot Citroën auf Klein- und Mittelklassefahrzeuge sowie auf die Fahrzeuggattungen MPV und Crossover  konzentrieren. Beide Unternehmen erwägen darüber hinaus, eine neue gemeinsame Architektur für Automobile mit besonders niedrigen Emissionen zu entwickeln. Das erste Fahrzeug auf Basis einer gemeinsamen Architektur wird für das Jahr 2016 erwartet.

Neben der im Abkommen definierten Einkaufskooperation, die es beiden Unternehmen künftig erlaubt, als eine gemeinsame Organisation gegenüber Zulieferern aufzutreten und Material, Komponenten und Dienstleistungen einzukaufen werden im Rahmen der Allianz weitere Bereiche bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit geprüft, beispielsweise in den Bereichen Transport und Logistik. Hier beabsichtigt GM eine strategische kommerzielle Zusammenarbeit mit Gefco, einem integrierten Logistik-Serviceanbieter, der ein Tochterunternehmen von PSA Peugeot Citroën ist. Dabei würde Gefco Logistikdienstleistungen für GM in Europa, inklusive Russland, erbringen.

Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass nach rund fünf Jahren im Rahmen der Allianz Synergien in Höhe von ungefähr zwei Milliarden US Dollar (circa 1,5 Milliarden Euro) pro Jahr entstehen. Die Synergien werden im Wesentlichen mit den neuen gemeinsamen Fahrzeugprogrammen entstehen, weshalb sie in den ersten beiden Jahren geringer ausfallen dürften. Es ist zu erwarten, dass die Vorteile den Partnern zu gleichen Teilen zu Gute kommen.

Die Allianz wird von einem weltweiten Lenkungsausschuss gesteuert, in dem hochrangige Führungskräfte beider Unternehmen vertreten sind.

Die Umsetzung unterliegt noch den notwendigen behördlichen Genehmigungen in den jeweiligen Ländern sowie der Information der zuständigen Arbeitnehmervertretungen.

Meinungen der Partner zur Allianz

„Die Partnerschaft birgt enorme Chancen für unsere beiden Unternehmen,” sagte Dan Akerson, GM-Vorstandsvorsitzender und CEO.„Addiert man die erwarteten Synergien dieser Allianz noch zu unseren eigenen, davon unabhängigen Plänen für eine Ergebnisverbesserung, dann ist GM in Europa auf langfristige und nachhaltige Profitabilität ausgerichtet.“

Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën, erklärte: „Die Gründung dieser Allianz ist ein ganz besonderer Moment für beide Unternehmen. Die Partnerschaft verfügt über enormes Entwicklungsspotential. Mit der starken Unterstützung unserer derzeitigen Aktionäre und dem neu hinzukommenden, renommierten Aktionär wird die gesamte Unternehmensgruppe mobilisiert, die Chancen des  Abkommens vollständig zu nutzen.“

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