Elektroauto Nachteile – Nachteile des Elektroantriebs

So wie alle neuen Technologien anfangs höhere Preise mit sich bringen, verhält es sich beim Elektroauto nicht anders: Die Anschaffung ist vergleichsweise teuer. Neuheiten stecken in Kinderschuhen, das heißt, die Details sind noch nicht so erprobt wie bei anderen Gütern, an Verfeinerungen muss erst einmal gearbeitet, Erfahrungswerte dagegen können nur langsam gewonnen werden.

Basierend auf diese beiden „Makel bei Innovation“ – einmal die technische Ausfeilung, einmal die höheren Anschaffungskosten, werden hiermit die Elektroautos am Stand von 2016 unter die Lupe genommen, insbesondere die Elektroauto Nachteile.

Kostenfaktoren

Die Kaufpreise haben es gewiss in sich. Selbst Kleinwagen sind nur zu solchen Konditionen erhältlich, welche im Vergleich zu „normalen“ KFZs luxuriösere Modelle erlauben würden. Als Paradebeispiel wird hier gerne etwa der Nissan Leaf zitiert: Mit nicht weniger als 23 000 € schlägt sein Neukauf zu Buche.

Eine solide Kostenrechnung berücksichtigt aber auch andere Faktoren: die Erhaltungskosten. Und hier sind es wieder die unverrückbaren Vorteile der Elektroautos, welche den Vergleich zu Diesel oder Benzinern ins rechte Lot rücken: „Betankung“, kaum spürbare KFZ-Steuern und die günstigen Haftpflichtversicherungen kompensieren die Aufwendungen.

Zudem sind Vorteile für die Umwelt fast überall mit Förderungen gesegnet – die Anschaffungspreise werden oft in einer Höhe abgefedert, von welcher andere Autokäufer nur träumen können. Insofern ergibt sich im Vergleich ein Plus im Vermögen, denn auch der eigene Verkaufspreis nach Abnützung bewegt sich in selbigen Dimensionen.

Wie diese Umstände nun bewertet werden, als Vor- oder Nachteil, darf dahingestellt bleiben und kann von jedem für sich abgewogen werden. Klarerweise kann sich aber nur der potentielle Käufer eines Neuwagens  heute für ein Elektroauto entscheiden – so gesehen gibt es doch Hürden für die Masse der Fahrer.

E-Technik in Kinderschuhen?

Natürlich werden unsere Kinder oder Kindeskinder eines Tages die Elektroautos von heute belächeln, so wie auch wir die ersten Fahrzeuge aus dem 19. Jahrhundert oder die ersten Handys in den frühen Neunzigern nicht ohne Belustigung betrachten.

Als „Autotelefon“ betitelt, mit einer Optik eines Funkgeräts plus Antenne wartete diese Innovation damals auf und kam erstmals nur in Serien wie „Dallas“ und dem „Denver Clan“ der breiten Bevölkerung zu Auge. Nur Milliardäre der Oberklasse waren anno dazumal damit bestückt – wie sämtliche Neuheiten nach ihrer Premiere. Ähnlich kann auch die Einführung der Elektroautos betrachtet werden, wenngleich in einer  abgeflachten Form. Ist aber ein Produkt einmal am Markt, wird an Details zu Optik, Funktionalität und Komfort intensiv gearbeitet.

So ist die Ladezeit der Batterien heute noch ein Wermutstropfen – bis zu zehn Stunden vermag diese Prozedur andauern. Eine Zeitspanne, in welcher man immerhin nicht mobil ist. Im Alltag sollte dies aber nicht oft problematisch sein, denn während des Schlafs lässt sich auch ein langer Aufladevorgang bewältigen. Benötigt man spontan  dennoch sein Fahrzeug, sieht es schlecht aus.

Die Haltbarkeitsdauer der Batterieeinheiten ist zudem noch unklar, weil die konkreten Erfahrungswerte fehlen. Natürlich lassen sich seriöse Schätzungen ableiten – den Stellenwert von Erfahrungen erreichen diese jedoch nicht.

Langstrecken und Elektroautos

Der wohl wundeste Punkt bei den Elektrofahrzeugen von heute sind Langstrecken. Hier gibt es nichts zu beschönigen, denn die Reichweite endet –  je nach Modell –  bei maximal 500 Kilometern. Klarerweise sind auch solche erhältlich, die in ihrer Leistung darüber hinausgehen. Solche Fahrzeuge sind aber nicht mehr als erschwinglich einzustufen sondern eher als Spezialangebot für wirklich finanzkräftige Verbraucher oder Institutionen.

Ein Trost verbleibt aber auch hier dem „Otto Normalverbraucher“: Wann und wie oft sind tatsächlich Langstrecken vonnöten? Sein typischer Alltag wird von diesem Manko wohl nicht allzu oft beeinträchtigt. Wird bei einer eine langen Fahrt pausiert und man hält selber Einzug in ein Hotel, lässt sich auch ein längerer Aufladevorgang einplanen. Freilich nur dort, wo eine Station vorhanden ist.

Fazit zu Elektroauto Nachteile

Ob die Nachteile des Elektroautos bei einem konkreten Besitzer schlagend würden, vor allem, wann die Amortisierung eintritt, kann nur individuell beantwortet werden. Und selbst dies nur unter der Prämisse einer Gleichwertigkeit von allen Antriebsmotoren.

Denn die Effekte auf unsere Umwelt sind darin nicht berücksichtigt. Diese Berücksichtigung und die Bereitschaft, eigene Beiträge zu leisten, liegen, zumindest noch, in unseren Händen.