Stadtmobil in 180 deutschen Städten im Dauereinsatz.

Stadtmobil

Deutschlands regionale Carsharing-Unternehmer können sich sehen lassen: Mit Stadtmobil spielt ein weiterer Player in Berlin, Hannover, Karlsruhe, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr, Stuttgart und Trier ganz vorne mit. Dort befindet sich jeweils ein Sitz, von wo aus das – noch viel breitere – Netzwerk gesteuert wird.

Mit seiner Entstehungsgeschichte lernt man zugleich über die Anfänge des Carsharing in Europa, nämlich dessen Beginn in den 80er Jahren in der Schweiz. 1992 schloss sich der Vorläufer von Stadtmobil zu einem Verein zusammen und verwirklichte in Pforzheim, Mannheim, Stuttgart, Heidelberg und Hannover ein deutsches Pendant zur damaligen schweizerischen Innovation.

Ein Ehrenamt aus Engagement nach Aufkeimen der ersten, ernsteren Umweltschutzbestrebungen in unseren Breitengraden führte zu den heutigen Betreibern hin. Aufgrund der steigenden Nachfrage wurde freilich zur Unternehmensgruppe umgebaut – so lautet der Werdegang von Stadtmobil in Kurzform.

Einsatzgebiet von heute

Mittlerweile sind die Kunden von Stadtmobil in 180 deutschen Städten im Dauereinsatz. Umschrieben wird das Gebiet am besten durch die Präsenz von Kiel bis Freiburg. Und doch erscheint es unwahrscheinlich, dass die Karte dort nicht jedem sein Lieblingsfahrzeug im nahen Umfeld auswirft. Immerhin ist dies der Schlüssel zum Erfolg eines Carsharing-Unternehmens und Stadtmobil ist fest verwurzelt in seiner sättigenden Konkurrenz.

Visionen und Philosophie

Wer ein Erfolgsunternehmen als kleiner Verein beginnt, ist meist von großen Visionen getragen und bleibt seiner Philosophie treu: Als hohe Priorität wird noch immer der Wille eingestuft, die Abstände zwischen den einzelnen Stationen zu verringern.

Eine erhöhte Mobilität der Bürger ist die Folge, die im Vergleich zu mehr eigenen PKWs nach internen Berechnungen zu einer Reduktion der Schadstoffemissionen von 28 % führt. Erreicht wird diese doch gewagte Ansage durch eine bewusst ausgewählte Flotte, die im Vergleich zu Privatfahrzeigen sparsamer ist und nachvollziehbar weniger Kraftstoff verbraucht. So soll jedes Auto von Stadtmobil gleich mehrere Privat-PKWs ersetzen.

Auszeichnungen und Pressestimmen lassen darauf schließen, dass die hohen, selbst verordneten Standards keine leeren Worte sind: Die Stiftung Warentest bestätigte im Jahr 2012 seine Spitzenposition mit einem „Gut“, Focus Money führte einige Monate später einen Test zum Preis-Leistungs-Verhältnis durch, wonach Stadtmobil gemeinsam mit einem anderen die höchste Punktzahl erreichte und kurz darauf kürte „Die Welt“ den Anbieter zum Sieger gegen die „große Konkurrenz“: Ein Vergleich über die Verfügbarkeit, Kosten und Anzahl der Kunden und Städte ließ ihn erneut zur Nummer Eins werden. So schaffte es ein relativer kleiner Betreiber, die „Großen“ mitsamt deren Ressourcen und Möglichkeiten noch zu schlagen. Im Februar 2014 wurde sodann der Kunden-Service gesondert vom Deutschen Institut für Service und Qualität in Hamburg als Bester gewertet.

Die Tarifpalette von Stadtmobil

Auf den ersten Blick erkennt man, dass die Anzahl der Tarife mit 4 und ein extra verfügbarer Tarifrechner ein zielgenaues Angebot ermöglichen. Man zahlt also nicht für hypothetische Leistungen, nur weil ein Tarifdschungel eigenständig zu durchleuchten wäre oder nicht ausreichende Tarifvarianten dem individuellen Bedarf widersprechen. Man bezahlt exakt für die Kilometer und Zeit – „all inclusive“, auch Benzin. Die laufenden Kosten werden durch die Monatsbeiträge gedeckt.

Die Gebühr für eine Aufnahme als Kunde in der Höhe von 29 € ist einmalig. Die monatlichen Raten bewegen sich zwischen 5 und 11 €, je nach Personenanzahl bzw. ob es sich um ganze Firmen handelt. Genauso wird die Kaution bemessen – 500 € für eine Privatperson, 780 € mit Partner und 1100 €, wenn ein Unternehmen erstmals bucht. Diese kann bei manchen Tarifen aber entfallen oder reduziert werden, ansonsten wird sie mit Kündigung rückerstattet.

Der Stundentarif für die Fahrzeuge beginnt bei 50 Cent für den Mini zwischen 0 und 7 Uhr und endet bei 195 € für einen Transporter mit 9 Sitzen für eine ganze Woche. Dazwischen gibt es ungefähr alles, gestaffelt nach Fahrzeug und Dauer sowie konkreter Uhrzeit. Ähnlich wird bei den Kilometern differenziert.

Die individuellen Pakete braucht dank des Rechners aber niemand auf sich gestellt errechnen.  Für Geschäftskunden wurden bestimmte Pakete erarbeitet, die insbesondere durch die breite Palette an Fahrzeugen große Vorteile durch Flexibilität erbringt. Es sind dabei auch Abonnements bestimmter KFZs möglich. Kurze Kündigungsfristen ermöglichen auch ein „Hinein-Schnuppern“ und es muss kein Risiko eingegangen werden.

Resümee zu Stadtmobil

Um Kostenvergleiche mit anderen durchzuführen hat man es angesichts all der unterschiedlichen Tarife von den Carsharing-Anbietern sehr schwer. Umso besser, dass manche Tests und Untersuchungen hier klare Aussagen treffen.

Aufgrund der Ergebnisse in den letzten Jahren ist Stadtmobil als Spitzenreiter im Preis-Leistungs-Verhältnis zu betrachten. Vor allem der Tarifrechner ermöglicht eine einfache Handhabung zum Auffinden der persönlich besten Lösung – Daumen hoch für Stadtmobil und sein Konzept.