Scouter

Scouter Carsharing

Die Webseite des kurz und bündig benannten Carsharing-Anbieters verspricht Transparenz und Geradlinigkeit bei der Preispolitik sowie eine rasche Abwicklung der Formalitäten rund um gemietete Mobilität. Ein Blick auf die Preisliste genügt tatsächlich: ein und derselbe Preis für jeden, Planbarkeit ohne Kleingedrucktem oder Taschenrechner und ein sympathischer Online-Auftritt erwecken das Interesse an Details.

Der Webauftritt von Scouter

Die Registrierung erfolgt wie bei jedem zeitgemäßen Carsharing-Unternehmen online, sogar die Übermittlung des Führerscheins wird übers Netz akzeptiert. Die Zustellung der Karte muss per Post erfolgen aber das dauert laut eigenen Angaben nur wenige Tage. Alternativ dazu kann man sie auch selber abholen und nach der Anmeldung sofort mitnehmen.

Die verfügbaren Autos werden auf einer Map angezeigt. Natürlich wird auch eine App angeboten. Die angezeigten Fahrzeuge stehen entweder bei einer Station oder an sonstigen Abstellplätzen in der Nähe. Mit der Karte lässt es sich von Kunden öffnen und die Schlüssel sind im Handschuhfach untergebracht. Einfacher und rascher geht es kaum.

Fahrzeuge in bunter Auswahl

Überraschend reichlich zeigt sich die Auswahl zwischen den einzelnen Autos der Scouter-Flotte, die in  Kategorien eingeteilt sind. Die Fahrzeuge der Gruppe „S“ gibt es in zehn verschiedenen Modellen und Marken, darunter ein Hybrid und ein Elektrofahrzeug (eSmart). Klickt man die einzelnen Autos an, bietet sich die Lektüre einer genauen Beschreibung an.

Autos der Kategorie „M“ gibt es immerhin acht verschiedene Stück. Es handelt sich allesamt um Kombis ähnlich der Klasse eines Renault Megane Kombi. Als Elektrofahrzeug wird in dieser Gruppe der VW e-Golf bereit gestellt.

Unter „L“ versteht sich ein großer Kombi oder ein Transporter in Anlehnung an den VW Passat Kombi oder einem Renault Master Transporter.

Für Sparmeister ist die Kategorie „Spezial“ das Beste: Wer bereit ist, einen Kleinwagen mit Werbung für den Anbieter zu fahren, braucht nicht tief in die Tasche zu greifen: 1 € pro Stunde wird für ein Auto der Klasse „VW up“ oder „Seat Mii“ in Rechnung gestellt.

Tarife von Scouter

Die Tarifskala ist so einfach aufgebaut, dass sie unten sogar zur Gänze zitiert werden kann. Die Einteilung in vier Fahrzeuggruppen wirkt sich zwar auf den Stundenpreis, aber nicht auf die Kilometerpreise aus. Diese bleiben nämlich immer gleich. Der Treibstoff ist vollständig inkludiert.

Auch Scouter unterscheidet in Tages- und Nachtpreise, deren Grenzen mit 24 und 7 Uhr angesetzt werden. Die Nachtstundentarife sind übrigens bei allen Autos mit 50 Cent gleich.

  • Die Fahrzeug-Kategorie „Spezial“ beginnt bei einem Euro und endet bei 100 € für eine ganze Woche und 20 € pro Tag.
  • Autos der Kategorie „S“ kosten in der Stunde 2 €, Tages- und Wochentarife bleiben hier gleich wie oben.
  • Die Fahrzeuggruppe „M“ kostet stündlich einen Euro mehr beim S-Auto, der Tag kostet 30 € und die Woche liegt bei 150 €.
  • Die größten Autos, die Kategorie „L“, kostet einen Euro mehr als ein „M“ in der Stunde, der Tag wird mit 40 € und die Woche bei 200 € veranschlagt.

Der Selbstbehalt im Schadensfall beträgt auch hier grundsätzlich 1.500 € und liegt mit der Konkurrenz gleich. Wer aber bei Scouter ein Sicherheitspaket abschließt, erhält eine Reduktion auf ein Zehntel.

Das ist insofern bemerkenswert, als die meisten Carsharing-Unternehmen nur eine Reduzierung auf 300 € durch Zusatzpakete ermöglichen. Die Kosten dafür liegen bei Scouter jährlich unter 100 €.

Nachhaltigkeit bei Scouter: komplette Klimaneutralität

Eine eigene Seite erklärt die Leistungen für eine verbesserte CO2-Bilanz. Hier kann Scouter ebenfalls höher punkten als andere, die sich oft lediglich auf einen Vergleich mit Privat-PKs zurückziehen und sich selber so in einem „grünen Mäntelchen“ präsentieren.

  • Scouter führt an „myclimate“ jährlich eine Sponsoring-Summe ab. Diese steht gänzlich für ein Wiederaufforstungsprogramm in Nicaragua zur Verfügung.
  • Auch der Kunde kann handeln und erhält dazu ein konkretes Angebot, mit welchem er seine persönliche Klimabilanz auf null reduzieren kann – nämlich durch einen Cent pro Kilometer, welcher ebenfalls in das Projekt fließt.
  • Es wurde eine gut durchdachte Zusammenarbeit mit Bus, Bahn & Co entworfen. Scouter arbeitet mit den Städten direkt zusammen und erarbeitete Spezialpreise für die ergänzende Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese wirtschaftlichen Vorteile für Kunden sind jedenfalls von einem Ausmaß, welches tatsächlich zu einem häufigeren Zurückgreifen auf diese Fahrten befördert.

Resümee zu Scouter

Im Vergleich kann Scouter gegenüber anderen Anbietern nicht nur preislich, sondern auch ideell punkten. Wer Klimaschutz ernst nimmt und dennoch finanziell begünstigt sein will, sollte sich näher mit Scouter auseinandersetzen. Insbesondere der freiwillige „Klima-Cent“ erlaubt eine individuelle Entscheidung, wie weit man selber sinnvoll unterstützen möchte.