Cambio Deutschland

Cambio Deutschland

Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, ist man als Kunde von Cambio bundesweit unterwegs. Die eigenen, festen Stationen ziehen sich durch einen großen Teil der Republik. Auffallend ist dabei, dass die bereits erschlossenen Regionen besonders stark ausgebaut sind.

Im Gegensatz zu anderen investiert man hier eher in erschlossenes Gebiet und somit die eigene Qualität, anstatt neue zu erschließen. Nur sekundär arbeitet sich Cambio offenbar in Richtung weitere Städte vor. Die Kunden erhalten dennoch Zugriff auf 4.200 in ganz Deutschland – dies ermöglichen ausgefeilte Partnersysteme. Cambio gibt es auch in Belgien.

Die Anfänge machte man schon im Jahr 1990 in Bremen und Aachen. Es arbeitet als Holding, wobei Franchise-ähnliche Systeme die Verantwortung vor Ort in die jeweilige Geschäftsführung legen. Inhaber der Gruppe sind übrigens vor allem Kunden und Mitarbeiter.

Visionen von Cambio Deutschland

Die besondere Geschichte des Unternehmens war Folge des Wunsches nach mehr Platz in der Stadt und wurde schon zu einer Zeit umgesetzt, als die Menschen den Besitz eines eigenen PKWs noch ohne Nachteile betrachteten. Vielmehr stellte ein Auto eine Errungenschaft dar, anstatt wie heute, an CO2-Ausstöße zu denken. Cambio möchte aktiv Faktoren zur positiven Stadtentwicklung setzen – weniger Verkehr, weniger Parkplätze, hin zu mehr Grün und höherer Lebensqualität in den erschlossenen Gebieten.

Elektro-Mobilität bei Cambio

Klar, dass Cambio der E-Mobilität besondere Aufmerksamkeit schenkt und den Einsatz dieser Fahrzeuge bevorzugt. Auf der Webseite findet man zu diesem Thema eigene „FAQ“ – es bleiben keine Fragen offen. So erfährt der potentielle Lenker eines Elektro-Autos sogar, dass seine eigene Fahrweise die Reichweite maßgeblich beeinflusst oder wie oft der Ladevorgang optimalerweise gestartet werden sollte.

Es gilt: lieber ein bisschen, als gar nicht, wenn einmal keine Zeit für eine Aufladung vorhanden ist. Für Stadtfahrten werden die E-Fahrzeuge besonders angepriesen, weil die Reichweite dort kein Thema ist. Der Unterschied zur Autovermietung wird erklärt, der vor allem der Bereitstellung von Kraftstoff liegt und bei der Stationenanzahl besonders spürbar wird.

Service durch Informationsbereitstellung

Das Service ist vergleichsweise breit gefächert bei Cambio. Zum Download und zum Schmökern online finden sich viele interessante Tipps, die nicht nur Carsharing betreffen, sondern durchaus das Allgemeinwissen erweitern.

Hier gibt es keine Slogans oder Werbebotschaften, sondern Hard Facts mit Mehrwert. Zum Beispiel erfährt der Einsteiger sofort, dass sich Carsharing meistens nur dann wirtschaftlich lohnt, wenn nicht mehr als 10 000 km pro Jahr gefahren werden. Oder dass die höheren Tarife je nach eigener Kilometeranzahl günstiger werden und ab wann.

Fahrzeuge von Cambio: maximal 2 Jahre alt

Bedauerlicherweise findet man keine allgemeinen Angaben zu den Autos, sondern erhält Informationen immer nur bezüglich einer Stadt. Vermutlich bewirkt das Franchise-System etwas unterschiedliche Flotten. Möchte man je nach Stadt den Fuhrpark begutachten, öffnet sich allerdings eine große Auswahl:

Eingeteilt wird in S, M und L, analog zu Kleidergrößen. Am Beispiel von Aachen zeigen sich je Klasse drei verschiedene Fahrzeuge, bei S sogar vier. Diese Kategorie besteht zur Hälfte aus Elektrofahrzeugen. Transporter und Busse bilden die Klasse „Large“. Die Mittelklasse besteht aus den Citroen Berlingo, Ford Focus mit 5 Türen und VW Caddy.

Bewegt man die Maus über dem jeweiligen Fahrzeugfoto, erscheinen sofort in einem kleinen Fenster seine technischen Details. Man erfährt hier, dass die Autos nicht länger als 2 Jahre gefahren werden und man daher immer mit den neuesten Innovationen bedient wird.

Preise bei Cambio Deutschland

Auf der Homepage hat man die Wahl zwischen einer knappen aber vollständigen Tarifüberschau oder genauen Schilderungen. Wichtig ist, dass die Preise nicht überall gleich zu sein dürften,weil erst nach regionaler Eingrenzung überhaupt Tarife eingesehen werden können. Man bezahlt eine fixe Komponente (Grundgebühr) und einen flexibel zu errechnenden Anteil (Zeit und Kilometerpreis).

Es gibt 5 Tarife. Laut Angaben des Betreibers stellt der Tarif „Aktiv“ für die meisten Menschen die beste Lösung dar. Ein Beispiel demonstriert das Niveau aus dieser Preisgruppe: Für einen Monat mit 240 zurückgelegten Kilometern aus der Kategorie S, der 30 Stunden beansprucht wurde, bezahlt man 116,20 €. Inklusive Treibstoff. Das gilt zumindest für Aachen.

Ein Exempel am Vielfahrer, der monatlich 400 km fahren muss: Dasselbe Auto wie oben kostet ihm für 125 Stunden den Betrag von 292,50 €. Auch hier freilich „all inclusive“. Monatsgebühren kommen hier nicht gesondert dazu. Vergleicht man dieses Ergebnis nun etwa mit einer Leasingrate der Höhe nach, ist die Belastung kaum höher.

Es gibt hier übrigens keine Kaution. Der Einstieg als Kunde wird nicht erschwert durch eine Aufwendung, die nur „im Falle des Falles“ notwendig wäre. „Give it a try“ ist hier einfacher als bei anderen.