app2drive

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Namentlich werden bereits einige Eigenschaften indiziert: schnell, flexibel, kundenorientiert – ob sie tatsächlich eingehalten werden, ist die Frage der folgenden Überschau. Auf der Webseite wird sofort ein 24/7-Verfügbarkeitsversprechen abgegeben. Die Map lädt rasch alle freien Fahrzeuge und zeigt deren Standort an.

Daneben wird der Ablauf in Kurzform geschildert: GPS hilft beim Auffinden des nächsten Autos, alternativ sucht man die Karte selber nach beliebigen Standorten ab. Man wird darauf hingewiesen, dass die Rückgabe an irgendeinem Standort möglich ist. Eine Einschränkung gilt allerdings bei Elektrofahrzeugen. Die angegebenen Servicenummern sind rund um die Uhr und an jedem Tag besetzt. Damit ist gesichert, dass alle Fragen wie versprochen gelöst werden können – auch wenn einmal das Smartphone oder der PC nicht funktionieren sollte. Bis jetzt hat sich app2Drive also hervorragend geschlagen.

Das Vorgehen „Step by step“ bei app2drive

  • Online anmelden

  • Freischaltung auf der Webseite oder im Hotspot

  • Via App oder PC das gewünschte Fahrzeug buchen

Registrierungen im Detail

Vor allem geht es hier um die Übermittlung des Führerscheins und Personalausweises, die in Kopie hochzuladen sind. Die AGB muss man zur Kenntnis nehmen und eine Zahlungsart ist zu wählen. Danach erhält man einen Link zur Aktivierung des Kontos. Genauso läuft es an den Hotspots ab – die Karte erhält man überall erst einige Tage nach dem Vorgang per Post. Allerdings bekommt man bei den Hotspots schon eine vorläufige Clubcard mit RFID-Sticker und damit den Zugang zu Fahrzeugen. Bei 150 Stationen in Deutschland findet sich bestimmt eine nahe Bezugsquelle, wo man auch gleich die Autos in Augenschein nehmen kann. Schneller ist auch hier kaum möglich.

Die Fahrzeugflotte

Für die Einfachheit bei der Einteilung ist app2drive ein Kompliment auszusprechen. Die Modelle werden nämlich in schlichte Klassen durch Buchstaben mit bekannter Aussagekraft eingeteilt: an das System an Größen bei der Bekleidung M, L, XL und XXL. In ansteigender Reihenfolge werden die Fahrzeuge immer größer.

Unter dieser Auflistung befinden sich auch gleich die Marken und Modelle der jeweiligen Kategorie. Als Beispiel für die Kategorie „L“, die als Mittelklasse gilt, stehen der Peugeot 2008, Renault Capture und Citroen 4 Cactus zur Wahl. Unter XXL fallen Busse und 9-Sitzer.

Hinter S verbirgt sich der Sparsame – klarerweise kleinere Modelle wie der Fiat 500 Cabrio. Vorne dabei ist die Kategorie E – das Elektroauto. Beispielhaft wird dafür der Renault Zoe genannt.

Vergessen und Verspäten

Wer ein bereits gebuchtes Fahrzeug nicht mehr benötigt, kann bis zu 24 Stunden vorher kostenfrei stornieren. Selbst gegen Vergessen gibt es ein kleines Service: Man erhält eine Stunde nach dem Termin ein Email, wenn das KFZ nicht abgeholt wurde. Darin befindet sich die Option „Fahrt beenden“ per Link und die Buchung wird sofort abgemeldet. Natürlich ist diese Stunde normal zu bezahlen aber sonstige Gebühren oder Mehrkosten sind damit nicht verbunden.

Wenn die Stornofrist für eine längere Buchungsdauer nicht eingehalten wird, gibt es zumindest eine Deckelung der Höhe nach mit dem Tagestarif, also auch dann, wenn das Auto eigentlich für einen längeren Zeitraum gebucht war. Stornierungen für Zeiträume, die über 24 Stunden hinausgehen, werden also auch hier kostenfrei angenommen.

Ähnlich läuft es bei verspäteten Rückgaben ab: man begleicht einfach den Zeitraum als wäre er ohnehin gebucht. Es befindet ich also selbst dann keine Klausel in den AGB, die eventuelle Mehrkosten begründen würden. Diese fairen Procedere findet man keineswegs überall in der Branche. Das spricht für den Betreiber.

Karten statt Schlüssel bei app2drive

Mit der Clubkarte öffnet man die Fahrzeuge, deren Schlüssel im Inneren bereit liegen. Auch die Tankkarte befindet sich dort. Der Betreiber legt Wert darauf, dass der Schlüssel nur zum Fahren verwendet und zum Öffnen nur die Karten benutzt werden. Zum Verschließen bewegt man die Clubkarte einfach an der vorgesehenen Stelle und der Mietvertrag wird beendet, wenn man online dann auf „Fahrt beenden“ drückt.

Das Auto scheint dann für andere Kunden wieder als verfügbar auf. Solange das nicht passiert, bleibt das Auto in der eigenen Verfügbarkeit und ist es unproblematisch, auch zwischendurch etwas länger zu verweilen als angedacht. Bequemlichkeit, rasche Abläufe und Risikofreiheit betreffend Mehrkosten sind bei app2Drive jedenfalls gegeben.

Die Preise

Doch wie sieht es mit den Tarifen aus? Zu begrüßen ist der Tarifrechner, mit dessen Hilfe man sich zielgerichtet durch die Möglichkeiten navigiert. Außerdem findet man eine klare Aufstellung, die sämtliche möglicherweise anfallenden Kosten den verschiedenen Tarifmodellen gegenüberstellt anstatt sie in den AGB oder sonst wo zu verstecken.

Für alle, die noch eine ungenaue Vorstellung über den künftigen Bedarf haben, bietet sich der Basistarif an. Die Fixkosten sind gering und man kann sich später noch anders entscheiden. Monatliche Raten fallen hier gar nicht an. Mitglieder der Kategorie VIP, ein Angebot für Vielfahrer, begleichen monatlich 39 € und mieten die Fahrzeuge dafür günstiger. Auffallend ist hier, dass der Kraftstoffverbrauch zwar pauschaliert, aber gesondert verrechnet wird. Es herrscht damit eine höhere Transparenz als bei den meisten Anbietern vor.

Um sich ein Bild davon zu machen, wie billig oder teuer sich im Vergleich zu anderen die Leistungen präsentieren oder welcher Tarif für jemanden geeignet ist, ist der Tarifrechner zu bedienen. Erst mit diesem werden die tatsächlichen Bedürfnisse berücksichtigt. Der transparente Web-Auftritt, die große Auswahl bei den Autos und die fairen Bedingungen würden jedenfalls rechtfertigen, nicht der Billigste zu sein.