Elektroauto-Subventionen werden in China gekürzt

Nissan | Symbolbild

Wirft man einen Blick auf das Jahr 2015, dann stolpert man über die beeindruckende Zahl von umgerechnet 4,3 Milliarden Euro – genau so viel hat China in die Subvention umweltfreundlicher Fahrzeuge investiert. 2017 ist damit nun aber Schluss, das Land möchte die großzügigen Subventionen für Elektroautos deutlich reduzieren. Ein erster Schritt sieht die Kürzung um 20% vor, so werden beispielsweise die Zuschüsse für Reisebusse sogar um die Hälfte auf knapp 41.000 Euro gekürzt.

China sieht dieses schrittweise zurückfahren der Subventionen als Chance die Branche langsam von der Beihilfe zu entwöhnen, weiterhin soll dies dem weit verbreiteten Subventionsbetrug von Auto- und Busherstellern entgegenwirken. Mindestens 25 Unternehmen sollen bei der Produktion sowie den technischen Anforderungen für schadstoffarme Fahrzeuge betrogen haben. Darunter befinden sich auch namenhafte Hersteller wie Nissan oder Hyundai.

Bisher war die starke Förderung für Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb ein Muss, um den in vielen Metropolen auftretende, teils extreme Luftverschmutzung zu bekämpfen. Das die Förderung angekommen ist sieht man an den Zahlen, so hat sich der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen in 2015 vervierfacht und ist in 2016 nochmals um 60% angestiegen, für 2020 wird mit mindestens fünf Millionen Elektrofahrzeuge auf chinesischen Straßen gerechnet.

Auch die Autombilunternehmen selbst zieht die Regierung in die Verantwortung. So ist eine feste Elektroauto-Quote geplant. Diese gilt für Autobauer, die jährlich mindestens 50.000 Autos in China absetzen: Diese Hersteller müssen bis 2018 acht Prozent sogenannter „Fahrzeuge mit neuer Antriebsform“ verkaufen.

Electrive.net – China kürzt Elektroauto-Subventionen

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